Kurze Wintergedichte

Wintergedichte - Kategorie: kurze Wintergedichte, Gedicht 03 von Johann Friedrich Hölderlin

Der Winter


Das Feld ist kahl, auf ferner Höhe glänzet
Der blaue Himmel nur, und wie die Pfade gehen,
Erscheinet die Natur, als Einerlei, das Wehen
Ist frisch, und die Natur von Helle nur umkränzet.

Der erste Stund ist sichtbar von dem Himmel
Den ganzen Tag, in heller Nacht umgeben,
wenn hoch erscheint von Sternen das Gewimmel,
Und geistiger das weit gedehnte Leben.

Johann Christian Hölderlin

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Winter


Wenn sich das Laub auf Ebnen weit verloren,
So fällt das Weiß herunter auf die Tale,
Doch glänzend ist der Tag vom hohen Sonnenstrahle,
Es glänzt das Fest den Städten aus den Toren.

Es ist die Ruhe der Natur, des Feldes Schweigen
Ist wie des Menschen Geistigkeit, und höher zeigen
Die Unterschiede sich, dass sich zu hohem Bilde
Sich zeiget die Natur, statt mit des Frühlings Milde.

Johann Christian Hölderlin

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